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Reader: Haben die Verschwörungstheoretiker Recht?

 

1. Karl Marx über den grundsätzlich teleologischen Charakter menschlicher Arbeit:

„Eine Spinne verrichtet Operationen, die denen des Webers ähneln, und eine Biene beschämt durch den Bau ihrer Wachszellen manchen menschlichen Baumeister. Was aber von vornherein den schlechtesten Baumeister vor der besten Biene auszeichnet, ist, daß er die Zelle in seinem Kopf gebaut hat, bevor er sie in Wachs baut. Am Ende des Arbeitsprozesses kommt ein Resultat heraus, das beim Beginn desselben schon in der Vorstellung des Arbeiters, also schon ideell vorhanden war. Nicht daß er nur eine Formveränderung des Natürlichen bewirkt; er verwirklicht im Natürlichen zugleich seinen Zweck, den er weiß, der die Art und Weise seines Tuns als Gesetz bestimmt und dem er seinen Willen unterordnen muß.“(MEW 23, S. 193)

2. Wie aus den individuellen teleologischen Setzungen der voneinander unabhängigen Warenproduzenten eine Totalität entsteht, die als solche nicht teleologischen Charakters ist und den individuellen Warenproduzenten als fremde gesellschaftliche Macht gegenübersteht, die als Naturmacht, Zufall oder in sonst beliebiger Form (etwa: als Wille Gottes oder Plan der Juden etc.) vorgestellt wird. Nochmal Karl Marx:

„Die Zirkulation ist die Bewegung, worin die allgemeine Entäußrung als allgemeine Aneignung und die allgemeine Aneignung als allgemeine Entäußrung erscheint. Sosehr nun das Ganze dieser Bewegung als gesellschaftlicher Prozeß erscheint und sosehr die einzelnen Momente dieser Bewegung vom bewußten Willen und besondern Zwecken der Individuen ausgehn, sosehr erscheint die Totalität des Prozesses als ein objektiver Zusammenhang, der naturwüchsig entsteht; zwar aus dem Aufeinanderwirken der bewußten Individuen hervorgeht, aber weder in ihrem Bewußtsein liegt noch als Ganzes unter sie subsumiert wird. Ihr eignes Aufeinanderstoßen produziert ihnen eine über ihnen stehende, fremde gesellschaftliche Macht; ihre Wechselwirkung als von ihnen unabhängigen Prozeß und Gewalt. Die Zirkulation, weil eine Totalität des gesellschaftlichen Prozesses, ist auch die erste Form, worin nicht nur wie etwa in einem Geldstück oder im Tauschwert das geseüschaftliche Verhältnis als etwas von den Individuen Unabhängiges erscheint, sondern das Ganze der gesellschaftlichen Bewegung selbst. Die gesellschaftliche Beziehung der Individuen aufeinander als verselbständigte Macht über den Individuen, werde sie nun vorgestellt als Naturmacht, Zufall oder in sonst beliebiger Form, ist notwendiges Resultat dessen, daß der Ausgangspunkt nicht das freie gesellschaftliche Individuum ist. Die Zirkulation als erste Totalität unter den ökonomischen Kategorien gut, um dies zur Anschauung zu bringen“(MEW 42, S. 127)

3. Friedrich Engels im „Anti-Dühring“:

„Nun ist alle Religion nichts andres als die phantastische Widerspiegelung, in den Köpfen der Menschen, derjenigen äußern Mächte, die ihr alltägliches Dasein beherrschen, eine Widerspiegelung, in der die irdischen Mächte die Form von überirdischen annehmen. In den Anfängen der Geschichte sind es zuerst die Mächte der Natur, die diese Rückspiegelung erfahren und in der weitern Entwicklung bei den verschiednen Völkern die mannigfachsten und buntesten Personifikationen durchmachen. Dieser erste Prozeß ist wenigstens für die indoeuropäischen Völker durch die vergleichende Mythologie bis auf seinen Ursprung in den indischen Vedas zurückverfolgt und in seinem Fortgang bei Indern, Persern, Griechen, Römern, Germanen und, soweit das Material reicht, auch bei Kelten, Litauern und Slawen im einzelnen nachgewiesen worden. Aber bald treten neben den Naturmächten auch gesellschaftliche Mächte in Wirksamkeit, Mächte, die den Menschen ebenso fremd und im Anfang ebenso unerklärlich gegenüberstehn, sie mit derselben scheinbaren Naturnotwendigkeit beherrschen wie die Naturmächte selbst. Die Phantasiegestalten, in denen sich anfangs nur die geheimnisvollen Kräfte der Natur widerspiegelten, erhalten damit gesellschaftliche Attribute, werben Repräsentanten geschichtlicher Mächte. Auf einer noch weitern Entwicklungsstufe werden sämtliche natürlichen und gesellschaftlichen Attribute der vielen Götter auf Einen allmächtigen Gott übertragen, der selbst wieder nur der Reflex des abstrakten Menschen ist. So entstand der Monotheismus, der geschichtlich das letzte Produkt der spätem griechischen Vulgärphilosophie war und im jüdischen ausschließlichen Nationalgott Jahve seine Verkörperung vorfand. In dieser bequemen, handlichen und allem anpaßbaren Gestalt kann die Religion fortbestehn als unmittelbare, das heißt gefühlsmäßige Form des Verhaltens der Menschen zu den sie beherrschenden fremden, natürlichen und gesellschaftlichen Mächten, solange die Menschen unter der Herrschaft solcher Mächte stehn. Wir haben aber mehrfach gesehn, daß in der heutigen bürgerlichen Gesellschaft die Menschen von den von ihnen selbst geschaffnen ökonomischen Verhältnissen, von den von ihnen selbst produzierten Produktionsmitteln wie von einer fremden Macht beherrscht werden. Die tatsächliche Grundlage der religiösen Reflexaktion dauert also fort und mit ihr der religiöse Reflex selbst. Und wenn auch die bürgerliche Ökonomie eine gewisse Einsicht in den ursächlichen Zusammenhang dieser Fremdherrschaft eröffnet, so ändert dies der Sache nach nichts. Die bürgerliche Ökonomie kann weder die Krisen im ganzen verhindern noch den einzelnen Kapitalisten vor Verlusten, schlechten Schulden und Bankrott oder den einzelnen Arbeiter vor Arbeitslosigkeit und Elend schützen. Es heißt noch immer: der Mensch denkt und Gott (das heißt die Fremdherrschaft der kapitalistischen Produktionsweise) lenkt. Die bloße Erkenntnis, und ginge sie weiter und tiefer als die der bürgerlichen Ökonomie, genügt nicht, um gesellschaftliche Mächte der Herrschaft der Gesellschaft zu unterwerfen. Dazu gehört vor allem eine gesellschaftliche Tat. Und wenn diese Tat vollzogen, wenn die Gesellschaft durch Besitzergreifung und planvolle Handhabung der gesamten Produktionsmittel sich selbst und alle ihre Mitglieder aus der Knechtung befreit hat, in der sie gegenwärtig gehalten werden durch diese von ihnen selbst produzierten, aber ihnen als übergewaltige fremde Macht gegenüberstehenden Produktionsmittel, wenn der Mensch also nicht mehr bloß denkt, sondern auch lenkt, dann erst verschwindet die letzte fremde Macht, die sich jetzt noch in der Religion widerspiegelt, und damit verschwindet auch die religiöse Widerspiegelung selbst, aus dem einfachen Grunde, weil es dann nichts mehr widerzuspiegeln gibt. „(Friedrich Engels, „Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft“ MEW 20, S. 294)

4. Distanzzierung des Rappers Blumio von den Verschwörungstheorien die er selber kurz zuvor noch vertrat:

„Mein letztes Statement zum Thema KenFM, RT und Xavier, da ich viel Post seit meinem letzten „Frag den Blumio“ bekommen habe.
1. Nein der Geheimdienst hat mich nicht geschmiert.
2. Nein ich stehe nicht mehr hinter den Aussagen, die ich einst schützend über RT, Xavier und KenFM getätigt habe. Ich halte die damaligen Aussagen mittlerweile für naiv und falsch. Ich hatte nicht genug recherchiert und dachte: Xavier – der singt doch über Adriano. Der ist doch nicht rechts. Hatte aber gewisse Textzeilen nicht gelesen, in denen er über die Rotschilds als „Totschilds“ singt, die die Weltbanken kontrollieren. Ein klar antisemitisches Bild. Oder Ken Jebsen hatte damals in seiner Radio Sendung beim RBB eine Rubrik, die an den Holocaust erinnerte. Die fand ich immer sehr gut und dachte mir: der ist doch nicht rechts! Hatte aber seinen Beitrag über „zionistischen Rassismus“ nicht gehört, der nach seiner Zeit beim RBB erschien. Und nun zu RT: ich dachte mir – naja ist doch nicht schlimm, dass die Russen auch mal ihre Seite erzählen. Bis ich die Elsässer-Freundin Eva Herrman sah, wie sie als „Expertin“ zum Thema Medien dorthin eingeladen wurde, wodurch ich seitdem auch Interviewanfragen dankend abgelehnt habe.
3. Nein ich sage nicht, dass dies „alle Nazis“ sind und dies soll auch kein Hetzartikel sein.
4. Doch ja ich finde, dass sie sich in einem gefährlich, schwammigen Dunstkreis rechter, homophober und antisemitischer „Verschwörungstheorien“ befinden. Bewusst oder unbewusst, ist mir in diesem Falle egal.
5. Nein antisemitisch ist nicht nur der, der offen gegen Juden hetzt. Auch der, der den Holocaust relativiert oder eine jüdische Weltverschwörung à la Rotschild/Todschild andeutet. Das hatten wir in Deutschland schon mal. Muss gegen 1933 gewesen sein.
6. Ja ich war komplett naiv, was das Thema Antisemitismus angeht.
7. Nein, natürlich ist nicht jede Kritik an der Israelischen Regierung antisemitisch.
8. Ach und ich will nie wieder was hören von: „An 9/11 ist kein einziger Jude gestorben. Komisch hä?“.
9. Oder: „Die Weltregierung macht Homosexuellenpropaganda, um die Weltbevölkerung zu dezimieren.“
10. Oder: „Durch Gender Mainstreaming werden Mann und Frau gleich. Feminismus war die Erfindung von reichen Eliten.“
11. Oder: „Deutschland ist kein eigenständiger Staat, sondern nur eine GmbH.“
12. Oder: „USA benutzen Flüchtlinge als Waffe, um Europa zu destabilisieren (Quelle: ein auf KenFM veröffentlichter Artikel)“
13. Ja ich habe oft die Mainstream Presse dafür kritisiert, einseitig zu berichten. Siehe zuletzt Griechenland. Doch das heißt noch lange nicht, dass man alles glauben soll, was in den „alternativen“ Medien steht. Denn manche sind nur alternativ getarnt. Und 10 super recherchierte Artikel eines Journalisten über TTIP oder Griechenland relativieren noch lange nicht einen Artikel, den man auch rechts oder antisemitisch deuten kann. Und damit schließe ich absolut die vielen guten alternativen, bzw. freien Journalisten aus, die es natürlich auch zu Haufe gibt. In den Mainstream Medien allerdings auch.
14. Ich äußere mich gerade JETZT dazu, da ich eine extreme rechte Gefahr erkenne. Dies ist keine Tendenz mehr. Sie ist real. Und erreicht immer mehr die Mitte der Gesellschaft. Und mich kotzt es so dermaßen an, so dass ich jedes mal an die Decke gehe, wenn ich wieder und IMMER WIEDER von rassistischen Übergriffen in den Medien lese. Immer und IMMER WIEDER rechte Kommentare in Foren lese, die zu Gewalt aufrufen. Die Flüchtlingsheime brennen. Wie lange wollen wir noch warten?
15. Ich war lange der Überzeugung, dass man Nazis auch mit Verständnis und Toleranz entgegen treten soll. Das ging auch oft gut. Ich habe einige Mails von ehemaligen Rechten bekommen, die durch das Lied „Hey Mr. Nazi“ zum Umdenken gebracht wurden. Und ich werde das Lied auch weiter live performen. Doch die aktuelle riesige Welle an Rassisten erlaubt es mir nicht mehr tolerant gegenüber Intoleranz zu sein.
16. Gerade jetzt sehe ich die ABSOLUTE NOTWENDIGKEIT, mich von allem abzugrenzen, was mir nur ansatzweise rechts erscheint. Und wenn mich danach manche weniger mögen, da sie diese Meinung nicht teilen, dann ist es halt so.
17. Ach und dass es „kein links und rechts mehr gibt“, halte ich auch für ein Gerücht.
18. Ich habe mein Leben lang rassistische Erfahrungen gemacht. Ich habe Freunde, die ehemalige Flüchtlinge sind. Ich habe sehr viele Deutsche Freunde, die sich für die rechten Idioten schämen, was sie absolut nicht müssen. Da sie NICHTS mit denen zu tun haben.
17. Ich werde Rap da News von nun an verstärkt dazu nutzen, immer und IMMER WIEDER für Flüchtlinge einzustehen und gegen Rassismus, Homophobie, Hass auf Muslime, Hass auf Juden und alle anderen Gruppen zu mobilisieren, bis diese rechten Gestalten sich wieder in Ihre Löcher verkriechen. Weil sie merken, dass in unserer Gesellschaft kein Hass gegen Minderheiten geduldet wird.
18. Ich bin IMMER gegen Gewalt. Und das wird sich nie ändern. Doch wir haben alle einen Mund, den wir aufmachen können, um den Rechten nicht die Meinungshoheit zu überlassen. Ich hoffe Ihr seid dabei.
Euer Blumi“ (Quelle: Facebook)

5. Jürgen Elsässer in einer Ankündigung des „Souveränitätskongresses“ über den von Angela Merkel im Auftrag geheimer Hintergrundmächte betriebenen „großen Austausch“ des deutschen Volkes.  „24.10: Schachtschneider, Kubitschek, Elsässer stellen Widerstandsplan vor:

Gut, wenn man sich zusammensetzt. Der Staatsrechtler Karl Albrecht Schachtschneider, Götz Kubitschek von der “Sezession” und meine Wenigkeit trafen sich vor Kurzem und diskutierten die Lage der Nation angesichts der Bedrohung durch das Merkel-Regime und die von ihr orchestrierte Massenüberflutung unseres Landes mittels sogenannter Flüchtlinge, de facto Kolonisatoren. Wir sind uns einig: Deutschland ist in tödlicher Gefahr – Staat, Volk, wir alle! Heraus kam ein Plan für den Widerstand gegen die Abschaffung Deutschlands, also gegen die Zerstörung des Staates und den “Großen Austausch” des Volkes mittels forcierter Massenzuwanderung. Das Besondere: Mit dem Vorschlag maßen wir uns nicht an, bestehende und zum Teil – siehe Pegida, teilweise AfD – sehr erfolgreiche Ansätze zu ersetzen, und wir sind auch nicht so größenwahnsinnig, das alles oder auch nur irgendetwas unter unserer Führung zusammenfassen zu wollen. Wir streben nicht die Führung an, sondern stellen uns in den Dienst der Volksbewegung. Deswegen haben wir ein Konzept erarbeitet, um den bereits bestehenden Widerstand in seiner Vielfalt optimal zu unterstützen und zu verbreitern. Wir waren uns einig, dass dabei die außerparlamentarische Ebene, der zivile Ungehorsam, das entscheidende Element ist. Zielführend ist die Flankierung und Untermauerung durch die juristische und verfassungsrechtliche Ebene. Die Fokussierung auf Parteien und Wahlen lehnen wir ab, weil das zu lange braucht und in den Untiefen des Systems versacken kann – obwohl wir die Rolle, die die AfD zumindest in einigen Landesverbänden als Unterstützer von Demonstrationen spielt, sehr schätzen. Dieses Konzept wird in den nächsten Tagen mit weiteren wichtigen Personen diskutiert und ggf. modifiziert werden. Bis dahin wollen wir Stillschweigen darüber bewahren. Vorgestellt wird das Ganze dann von Schachtschneider, Kubitschek und mir auf der COMPACT-Konferenz “Freiheit für Deutschland” am 24. Oktober in Berlin. Diese Zusammenkunft wird von strategischer Wichtigkeit sein!
(Achtung: Weit über 700 Eintrittskarten wurden für die Konferenz “Freiheit für Deutschland” schon verkauft. Wer einen der letzten 150 Plätze ergattern will, soll sich unbedingt SOFORT anmelden, und zwar hier! Es wird keine Tageskasse geben, denn bis dahin sind wir ausverkauft!!).“ Quelle: Elsässers blog)

6. Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer über die Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit williger und fähiger Arbeitskräfte für die deutsche Industrie:
„Wir müssen Deutschkurse vom ersten Tag an anbieten“:

Es sei erst einmal eine moralische Frage, zu helfen, sagt Arbeitgeber-Präsident Kramer. Gleichzeitig bereicherten Flüchtlinge Deutschland – vor allem wirtschaftlich.
Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat das deutsche Asylsystem heftig kritisiert. Man müsse dafür sorgen, „dass Asylbewerber nicht viele Monate vom Arbeitsmarkt fern gehalten werden“, sagte Kramer im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung und forderte Deutschkurse vom ersten Tag an und ein Bleiberecht für junge Menschen in Ausbildung.

Arbeit für Flüchtlinge Sie wollen, dürfen aber nicht
Die Unternehmen brauchen Flüchtlinge – und die würden gerne arbeiten. Doch beiden wird es sehr schwer gemacht.
„Bisher sperren wir sie quasi in den Aufnahme-Einrichtungen ein. Was erwarten Sie denn da für ein Resultat? So erzeugen Sie Streitigkeiten und Vandalismus“, so Kramer. Die steigenden Flüchtlingszahlen wertete er als Chance für den deutschen Arbeitsmarkt. „Wir brauchen in den nächsten 20 Jahren viel mehr Arbeitskräfte, als dieses Land hervorbringen wird“, sagte Kramer und sprach von 500 000 freien Stellen in Deutschland. Eine Möglichkeit diese zu besetzen sei, geflüchtete Menschen möglichst schnell in die Arbeitswelt zu integrieren.
„Wer will denn schon engherzig sein?“
Die Proteste gegen Flüchtlingsunterkünfte bezeichnete Kramer als „engherzig“. Viele deutsche Familien hätten nach 1945 selbst fliehen müssen. Auf lange Sicht könnten rechtsextreme Ausschreitungen dem Wirtschaftsstandort Deutschland schaden. „Solche Bilder wirken umso stärker, je länger sie sich wiederholen. Deutschland hatte sein Negativimage nach langer Zeit endlich überwunden“, so Kramer. Das könne jedoch „auch wieder kippen“.
Kramer, der schon in seiner Antrittsrede als Arbeitgeberpräsident das Thema Bildung besonders hervorhob, betonte einmal mehr, dass man sich nicht damit abfinden dürfe, dass 20 Prozent der Schulabgänger in Deutschland als „nicht ausbildungsreif“ gelten. Vor allem in der Schulpolitik fehle es an Konstanz. „Wir haben die eine Schulreform noch nicht verinnerlicht, da kriegen wir schon die nächste. Und in Bremerhaven haben wir teilweise ein anderes Schulsystem als in Bremen“, so Kramer, der sich für ein bundesweit einheitliches Bildungssystem aussprach. Die Länder, so Kramer, sollten „lieber in der Verkehrspolitik herumexperimentieren statt an unseren Kindern.“
Ingo Kramer, 62, ist seit November 2013 Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Im Hauptberuf führt er in Bremerhaven die Johann-Heinrich-Kramer-Firmengruppe, einen Schiffsdienstleister. (Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 04.09.2015)

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